Digitale Abbildungen

Leistungsfähige Computer ermöglichen die Erstellung hochauflösender Bilder, die von einem realen Foto nicht mehr zu unterscheiden sind. Produkte müssen nicht mehr gefertig, aufgebaut und aufwendig fotografiert werden, um repräsentative Abbildungen zu erhalten. Die meisten Werbekataloge für Print und das Internet entstehen inzwischen vollständig am Computer. So lassen sich bereits in der Design- und Planungsphase am Computer fotorealistische Produktfotos erstellen, die erst als Entscheidungsmuster und anschliessend für Produktkataloge und Werbezwecke verwendet werden können. Durch den rein digitalen Erstellungsprozess sind zudem auch Ab­bil­dun­gen möglich, deren reale Umsetzung technisch zu aufwendig oder zu un­wirt­schaft­lich sind. Beispielsweise lassen sich Küchen mit hochwertigsten Oberflächen, exklusivsten Elek­tro­ge­rä­ten und Design­­objekten in beliebiger Umgebung darstellen, deren Aufbau und anschliessende professionelle Fotografie einen un­­­ver­­­hält­­­nis­­­mäs­­­si­­gen Aufwand erfordern würden.

Teilansicht einer Küchenzeile.

Die Erstellung digitaler Abbildungen

Um eine digitale Abbildung zu erhalten, wird jedes einzelne Objekt und dessen räumliche Umge­bung am Computer erzeugt. Die Objekte und deren Oberflächen können dabei so detailliert dargestellt werden, dass selbst im Nahbereich und aus verschiedenen Blickwinkeln kein Unter­schied zu einem realen Objekt zu erkennen ist. Objekt­spezifische Eigen­schaften (Glanz, Struktur, …) lassen sich dabei beliebig verstärken oder abschwächen, um die optische Wirkung der einzelnen Objekte optimal den visuellen Anforderungen und Vorstellungen anzupassen. Objekte können gealtert oder mit Gebrauchsspuren versehen werden. Während bei Produktabbildungen besonders perfekte Oberflächen im Vordergrund stehen, sind Ge­brauchs­spuren oder Ver­un­reini­gun­gen bei foto­real­is­tischen Dar­­stel­­lun­­gen not­wen­dig, um ein wirklich authentisches Aussehen zu erzielen. Ist ein Objekt einmal erstellt, lassen sich beliebige Variationen (Farbe, Material, Grösse, …) generieren, die beispielsweise als Ent­­schei­­dungs­­mus­ter in der Design-/Aus­wahl­phase oder als Kata­log­muster zur Anwen­dung kommen können.

Auch im Nahbereich sind keine Unterschiede zum realen Objekt(hier am Modell einer SMEG Espressomaschine) zu erkennen.

Die Grundlagen für die Erstellung digitaler Abbildungen

Als Basis für die Erstellung digitaler Abbildungen können Fotos, technische Zeich­nun­gen und auch einfache Skizzen dienen. Je mehr Informationen vorhanden und je detaillierter diese Informationen sind, desto genauer können auch die Ab­bil­dun­gen erstellt werden. Bei­spiels­weise kann ein Grund­riss zusammen mit Fotos von Ober­flä­chen, Interieur­stil und umge­benden Raum zur Ers­tellung einer Küchen­abbil­dung ausreichen. Zusätzliche Fotos und Skizzen vom Interieur und dessen gewünschter Position können ebenfalls berücksichtigt werden.

Auch weniger attraktive Küchenhelfer lassen sich sehr detailliert darstellen.